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Area Composer in der Leverkusener Kunstnacht am 7.10.2016 in der Reuschenberger Mühle
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FLUX

FLUX ist ein Porträt der Stadt Hann. Münden im Auftrag von »Schuh Architekten« aus Kassel.

Zusammen mit der Göttinger Lichtkünstlerin Uta von Schenck haben Gaube und Hölscher ein Gesamtkunstwerk konzipiert, das die besondere Fluss-Situation der Stadt zum Thema hat – hier fließen nämlich Fulda und Werra in die Weser. Während die Bilder nur gelegentlich mit Wasser spielen, erzählen die Klänge die Geschichte der Ströme – bis heute.

FLUX ist als Triptychon auf drei Flatscreen-Monitoren mit einem 5.1-Sound ausgeführt. Die Bilder hier sind eine Kompilation der drei Einzelteile.    Info schließen

Santa Justa

Der Elevador (Aufzug) de Santa Justa im Herzen Lissabons, 1902 von Raoul Mesnier de Ponsard im neogotischen Stil erbaut, verbindet die Ober- mit der Unterstadt. Die Bilder zeigen einen Rundgang um das beeindruckende stählerne Monument, gefolgt von einer Himmelfahrt.

Die Klänge sind eine Komposition aus O-Tönen, elektronisch erzeugten und klassisch eingespielten Sounds.    Info schließen

e.on

e.on ist das Porträt der Düsseldorfer Hauptverwaltung des Energie-Konzerns, entworfen vom Architekten O.M. Ungers zwischen 1999 und 2001. Die mediterrane Anmutung der Bilder wird vom Sound mitgetragen, an einigen Stellen aber auch jäh unterbrochen. Die Klänge thematisieren die Hintergründe der Stromerzeugung, beziehen aber vor allem die Menschen, die im Gebäude arbeiten, mit ein.    Info schließen

Hier können wir eine Kopfzeile reinmachen.

Der Zauberberg

Velbert, 16. April 2015 – Der Mariendom in Neviges wurde heute Ziel einer Künstlerexpedition. Die Area Composer Peter Hölscher und Ronald Gaube nahmen die berühmte Wallfahrtskirche des Architekten Gottfried Böhm aus wechselnden Perspektiven und bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen in den Fokus. Mit Fotoapparat, Mikrofonen und Aufnahmegerät fingen die beiden Künstler Formen, Farben, Töne und Geräusche des Bauwerks ein, um all seine Facetten zu erfassen und zu einem medialen Porträt zu vereinen.

Das Area Composing

Mehr als tausend Einzelfotos mit Langzeitbelichtung und über vier Stunden Tonaufnahmen waren die Ausbeute des Tages – reichlich Material für die geplante Installation. Hölscher verarbeitet seine Fotos zu einem Liquid Image, einer Abfolge ineinander fließender Bilder, die sich zu einem Farben- und Formenspiel vertrauter Ansichten und überraschender Details verbinden. Gaube verwendet Ausschnitte seiner Tondokumente, fügt Stimmen klassischer Instrumente und elektronische Klangstrukturen hinzu und komponiert daraus ein Soundscape. Gemeinsam entsteht so das Area Composing, ein künstlerisches Porträt des Mariendoms, das die Sinne für die Magie dieses Ortes schärft.

Das PortrÄt

I. Aspiration
II. Epiphany
III. Salvation
IV. Shelter

I. Im ersten Teil geht es um die Annäherung des Wallfahrers (oder jedes Besuchers) an sein Ziel. Der Weg, der hinter ihm liegt, ist angesichts des weit aufragenden, felsengleichen Doms vergessen. Auf seinem Pfad den Berg hinauf sieht er ihn immer wieder seine Gestalt ändern, als würde das Gebäude selbst ihn ungeduldig erwarten. Seine Schritte beschleunigen sich.

»Aspiration« ansehen

II. Die beeindruckenden Glasfenster des Doms, deren symbolische Botschaften durch das vom Himmel kommende Licht erscheinen, überraschen den Eintretenden mit strahlenden, reinen Farben. Sie geben dem dämmrigen, amorphen Innenraum Seele und Richtung. Und sie lassen den Besucher durch sie hindurch in den Himmel schauen und beinah ganz den Ort vergessen. Die Klänge, Stimmen und Geräusche, die eben noch den Raum erfüllt haben, weichen einer kleinen Melodie. Sprunghaft, aber in Varianten immer wiederkehrend, wächst sie zu einer feierlichen Musik. Das Hier und Jetzt verschwindet. Farben und Kontraste lösen sich unmerklich langsam vom Raum und verwirbeln zu einem abstrakten Expressionismus, der schließlich alle Wahrnehmung zu einem spirituellem Gefühl verdichtet.

»Epiphany« ansehen

2 weitere Teile sind in Arbeit…

Verborgene Ebenen entdecken

"Grundsätzlich eignet sich jedes Areal für solch ein mediales Porträt", so Peter Hölscher, der bereits zahlreiche Bauwerke im In- und Ausland zu Liquid Images verarbeitet hat. Ob es der Elevador de Santa Justa in Lissabon, die Firmenzentrale von E.ON in Düsseldorf oder die Altstadt von Hannoversch Münden war – überall gelang es den Künstlern, die besondere Charakteristik des Ortes herauszuarbeiten und die ihm eigene Magie wahrnehmbar zu machen. Im Vorfeld recherchieren die Area Composer geschichtliche und architektonische Hintergründe des jeweiligen Bauwerks, die in das Konzept mit einfließen. Akustische Dokumente aus seiner Vergangenheit sowie tonale Verweise auf Menschen und Orte, die mit ihm in Verbindung stehen, ergänzen die situativen Momentaufnahmen.

Expedition – Komposition – Installation

"Ein besonderes Spannungsfeld entsteht, wenn das Area Composing zum Ort seiner Entstehung zurückkehrt", erklärt Ronald Gaube. So ist es beispielsweise in Hannoversch Münden geschehen, wo die Sparkasse für ihr neu gestaltetes Verwaltungszentrum ein Stadtporträt in Auftrag gegeben hat, um sich als lokaler Akteur zu positionieren. In Zusammenarbeit mit dem Bauherrn und dem Architekturbüro wurde das Area Composing als Rauminstallation konzipiert. Diese läuft parallel versetzt auf drei Großbildschirmen im Wartebereich des Foyers und wird über ein integriertes Raumklangsystem übertragen. Durch die Bild-Sound-Verschiebung gewinnen die Betrachter bei jedem Sparkassenbesuch neue Eindrücke ihrer Stadt und werden zu Dirigenten ihrer eigenen Assoziationen.

Ideen entwickeln

Hölscher und Gaube beziehen ganz bewusst auch die Wahrnehmung der Bewohner, Betrachter und täglichen Benutzer in ihre Konzepte mit ein. Die medialen Porträts entfachen deren Wertschätzung für den Ort aufs Neue. Dieses wiedergewonnene Bewusstsein für das Besondere des Ortes spricht sich herum und trägt somit nachhaltig zu einer positiven Außenwahrnehmung bei. Area Composings sind damit ein wichtiges Element der Öffentlichkeitsarbeit und bieten Firmen, Bauherren und Architekten ein spannungsvolles Instrument zur Umsetzung der Corporate Identity, sei es als Firmenporträt, Stadtporträt oder Architekturbiografie. Auch das mediale Domporträt, das auf Eigeninitiative der Area Composer entsteht, soll nach ihrer Vorstellung wieder nach Neviges zurückkehren. Es kann Geistlichen wie Kirchenbesuchern eine neue Sicht auf dieses besondere Bauwerk und ein kontemplatives, individuelles Erleben ihrer Umgebung ermöglichen – etwa im Rahmen einer in die Architektur integrierten Medienzone, die es erlaubt, sich den Eindrücken zu öffnen, ohne dass Charakter und Funktion des Gebäudes beeinflusst werden.

Dorothee Pilavas

Area Composer

Abstract als PDF Area Composer auf einer Seite

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